Untitled 25-RA0002

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Untitled 25-RA0002

Motu Christian Steyrl

Untitled 25-RA0002

2025

Kugelschreiber, Wachskreide auf Papier

H 29,7 x B 21 cm A4

€1.000,00
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Untitled 25‑RA0002 arbeitet mit einem Feld aus offenen, elliptischen Linien, die sich in einem gleichmäßigen Rhythmus über die Fläche bewegen. Die rosa Schleifen wirken leicht, kontinuierlich, fast schwebend. Sie überlagern sich, ohne ihre Transparenz zu verlieren, und erzeugen eine ruhige, organische Bewegung, die sich über das gesamte Blatt ausbreitet.

Über dieser freien Geste liegt ein diagonal gesetzter, blauer Rahmen. Er ist schmal, präzise, bewusst leicht gekippt. Die geometrische Setzung wirkt wie ein Eingriff, der die offene Bewegung nicht begrenzt, sondern kommentiert. Die Spannung entsteht im Verhältnis: ein ruhiges, wiederkehrendes Muster trifft auf eine klare, definierte Form.

Das Werk bleibt minimal und zugleich vielschichtig. Die Kombination aus weicher Linie und präziser Geometrie erzeugt eine stille Präsenz, die typisch für den Künstler ist — ein Dialog zwischen Impuls und Struktur, zwischen Offenheit und Setzung.

Motu Christian Steyrl

Motu Christian Steyrl ist ein österreichischer Konzeptkünstler, dessen Werk seit den frühen 2000er‑Jahren eine eigenständige, experimentelle Position innerhalb der zeitgenössischen Kunst markiert. Unter dem Künstlernamen Motu entwickelt er ein vielschichtiges Œuvre, das Malerei, Skulptur, Installation, Video, Performance und architektonische Interventionen umfasst. Seine Projekte kreisen um Transformation, Spurensuche, Eingriff und das Sichtbarmachen verborgener Strukturen – häufig mit einer prägnanten, fast archäologischen Bildsprache.

Besonders bekannt ist seine fortlaufende Serie „motu is digging your world“, in der das Motiv des Grabens, Öffnens und Freilegens als künstlerische Handlung ins Zentrum rückt. Parallel dazu entstehen umfangreiche Werkgruppen wie „motuland“, „the achromatic tracks“, „gebiete“ oder zahlreiche konzeptuelle Maschinen, Readymades und Mixed‑Media‑Arbeiten. Motus Projekte bewegen sich zwischen poetischer Abstraktion und präziser konzeptueller Setzung; sie verbinden physische Aktion mit gedanklicher Kartografie.

Seit den 2000er‑Jahren präsentiert Motu seine Arbeiten in vielfältigen Formaten – von Ausstellungen über Aktionen bis hin zu ortsspezifischen Installationen. Sein Werk zeichnet sich durch eine konsequente Weiterentwicklung zentraler Themen aus: Raum, Materialität, Prozess und die Frage, wie Kunst Eingriffe in Wahrnehmung und Umwelt erzeugt.

Österreich

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