22 girlandcow ED A3 A

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€600,00
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22 girlandcow ED A3 A

Motu Christian Steyrl

22 girlandcow ED A3 A

2026

Pigmentdruck auf Fineart-Papier

H 29,7 x B 42 cm A3

Auflage 22 + 5 AP

€600,00
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22 girlandcow ED A3 A verbindet ein fotografisches Fragment mit einer malerischen Intervention, die den dokumentarischen Moment transformiert. Die Szene zeigt eine ruhige Begegnung zwischen Mensch und Tier — ein stiller, alltäglicher Augenblick, der durch die vertikal verlaufende, milchige Schicht über dem Bild neu gelesen wird. Die Tropfspuren ziehen das Motiv nach unten, lösen Konturen auf und verschieben die Wahrnehmung vom Gegenständlichen hin zu einer offenen, atmosphärischen Fläche.

Die Überlagerung wirkt wie ein Eingriff, der das Bild nicht verdeckt, sondern in einen anderen Zustand versetzt. Die Figuren bleiben erkennbar, aber fragmentiert; die Tropfen schaffen eine zeitliche Dimension, ein sichtbares Nach‑unten‑Fließen, das den fotografischen Kern in Bewegung bringt. Die Spannung entsteht im Verhältnis: dokumentarische Ruhe trifft auf gestische Störung, Klarheit auf Auflösung.

Die Arbeit erscheint als Edition im A3‑Format, dessen Maßstab die feinen Tropfspuren und die subtile Verschiebung zwischen Fotografie und Malerei präzise trägt. Die Größe unterstützt die unmittelbare Wirkung der Überlagerung und die stille Präsenz des Motivs.

Motu Christian Steyrl

Motu Christian Steyrl ist ein österreichischer Konzeptkünstler, dessen Werk seit den frühen 2000er‑Jahren eine eigenständige, experimentelle Position innerhalb der zeitgenössischen Kunst markiert. Unter dem Künstlernamen Motu entwickelt er ein vielschichtiges Œuvre, das Malerei, Skulptur, Installation, Video, Performance und architektonische Interventionen umfasst. Seine Projekte kreisen um Transformation, Spurensuche, Eingriff und das Sichtbarmachen verborgener Strukturen – häufig mit einer prägnanten, fast archäologischen Bildsprache.

Besonders bekannt ist seine fortlaufende Serie „motu is digging your world“, in der das Motiv des Grabens, Öffnens und Freilegens als künstlerische Handlung ins Zentrum rückt. Parallel dazu entstehen umfangreiche Werkgruppen wie „motuland“, „the achromatic tracks“, „gebiete“ oder zahlreiche konzeptuelle Maschinen, Readymades und Mixed‑Media‑Arbeiten. Motus Projekte bewegen sich zwischen poetischer Abstraktion und präziser konzeptueller Setzung; sie verbinden physische Aktion mit gedanklicher Kartografie.

Seit den 2000er‑Jahren präsentiert Motu seine Arbeiten in vielfältigen Formaten – von Ausstellungen über Aktionen bis hin zu ortsspezifischen Installationen. Sein Werk zeichnet sich durch eine konsequente Weiterentwicklung zentraler Themen aus: Raum, Materialität, Prozess und die Frage, wie Kunst Eingriffe in Wahrnehmung und Umwelt erzeugt.

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