Untitled 23-ZA0035

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Untitled 23-ZA0035

Motu Christian Steyrl

Untitled 23-ZA0035

2023

Acryl, Acrylmarker, Wachskreide auf Zeichenkarton

H 70 x B 50 cm

€2.800,00
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In diesem Werk verdichtet Motu Christian Steyrl zwei farbige Bewegungsfelder zu einer dynamischen, vibrierenden Struktur. Rote und hellblaue elliptische Linien überlagern sich zu einem kompakten Geflecht, das durch seine rhythmische Wiederholung eine starke visuelle Energie entfaltet. Die Schleifen wirken wie Spuren einer kontinuierlichen, körperlichen Geste – ein zeichnerischer Prozess, der sich Schicht für Schicht verdichtet und eine pulsierende Form entstehen lässt.

Die klare Zweifarbigkeit erzeugt ein spannungsreiches Wechselspiel: Rot bringt Wärme und Intensität, Blau schafft Leichtigkeit und Offenheit. Im Zusammenspiel entsteht ein lebendiges Feld, das zwischen Ordnung und Bewegung oszilliert und exemplarisch Motus Interesse an Spur, Rhythmus und prozesshafter Zeichnung zeigt.

Motu Christian Steyrl

Motu Christian Steyrl ist ein österreichischer Konzeptkünstler, dessen Werk seit den frühen 2000er‑Jahren eine eigenständige, experimentelle Position innerhalb der zeitgenössischen Kunst markiert. Unter dem Künstlernamen Motu entwickelt er ein vielschichtiges Œuvre, das Malerei, Skulptur, Installation, Video, Performance und architektonische Interventionen umfasst. Seine Projekte kreisen um Transformation, Spurensuche, Eingriff und das Sichtbarmachen verborgener Strukturen – häufig mit einer prägnanten, fast archäologischen Bildsprache.

Besonders bekannt ist seine fortlaufende Serie „motu is digging your world“, in der das Motiv des Grabens, Öffnens und Freilegens als künstlerische Handlung ins Zentrum rückt. Parallel dazu entstehen umfangreiche Werkgruppen wie „motuland“, „the achromatic tracks“, „gebiete“ oder zahlreiche konzeptuelle Maschinen, Readymades und Mixed‑Media‑Arbeiten. Motus Projekte bewegen sich zwischen poetischer Abstraktion und präziser konzeptueller Setzung; sie verbinden physische Aktion mit gedanklicher Kartografie.

Seit den 2000er‑Jahren präsentiert Motu seine Arbeiten in vielfältigen Formaten – von Ausstellungen über Aktionen bis hin zu ortsspezifischen Installationen. Sein Werk zeichnet sich durch eine konsequente Weiterentwicklung zentraler Themen aus: Raum, Materialität, Prozess und die Frage, wie Kunst Eingriffe in Wahrnehmung und Umwelt erzeugt.

Österreich

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