Untitled 22-OP0005 ED A3 A

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€600,00
Angebotspreis  €600,00 Normaler Preis 
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Untitled 22-OP0005 ED A3 A

Motu Christian Steyrl

Untitled 22-OP0005 ED A3 A

2026

Pigmentdruck auf Fineart-Papier

H 29,7 x B 42 cm A3

Auflage 22 + 5 AP

€600,00
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Untitled 22‑OP0005 ED A3 A entfaltet eine vertikale Farbbegegnung, die sich aus zwei klar gesetzten Ebenen speist. Im oberen Bereich liegt ein tiefes Blau, das sich in feinen Tropfspuren nach unten ausdehnt und den Bildraum sofort strukturiert. Darunter öffnen sich rote, gestische Schleifen, die sich überlagern und eine ruhige, organische Bewegung erzeugen. Die Tropfen verbinden beide Ebenen, schaffen Übergänge, die den Prozess sichtbar machen.

Die Spannung entsteht im Verhältnis: ein dunkler, konzentrierter Farbraum trifft auf eine helle, körperliche Geste. Die roten Linien wirken wie ein Echo, das die blaue Setzung kommentiert, ohne sie zu überdecken. Die Tropfspuren markieren Zeit, Verlauf, ein kontrolliertes Loslassen. Das Werk bleibt reduziert, aber nicht statisch — es trägt eine innere Energie, die sich aus der Begegnung der Farbschichten speist.

Die Arbeit erscheint als Edition im A3‑Format, dessen Maßstab die körperliche Qualität der Tropfspuren und die Offenheit der Schleifen präzise trägt. Die Größe unterstützt die unmittelbare Wirkung der Farbbegegnung und die Ruhe der weißen Fläche.

Motu Christian Steyrl

Motu Christian Steyrl ist ein österreichischer Konzeptkünstler, dessen Werk seit den frühen 2000er‑Jahren eine eigenständige, experimentelle Position innerhalb der zeitgenössischen Kunst markiert. Unter dem Künstlernamen Motu entwickelt er ein vielschichtiges Œuvre, das Malerei, Skulptur, Installation, Video, Performance und architektonische Interventionen umfasst. Seine Projekte kreisen um Transformation, Spurensuche, Eingriff und das Sichtbarmachen verborgener Strukturen – häufig mit einer prägnanten, fast archäologischen Bildsprache.

Besonders bekannt ist seine fortlaufende Serie „motu is digging your world“, in der das Motiv des Grabens, Öffnens und Freilegens als künstlerische Handlung ins Zentrum rückt. Parallel dazu entstehen umfangreiche Werkgruppen wie „motuland“, „the achromatic tracks“, „gebiete“ oder zahlreiche konzeptuelle Maschinen, Readymades und Mixed‑Media‑Arbeiten. Motus Projekte bewegen sich zwischen poetischer Abstraktion und präziser konzeptueller Setzung; sie verbinden physische Aktion mit gedanklicher Kartografie.

Seit den 2000er‑Jahren präsentiert Motu seine Arbeiten in vielfältigen Formaten – von Ausstellungen über Aktionen bis hin zu ortsspezifischen Installationen. Sein Werk zeichnet sich durch eine konsequente Weiterentwicklung zentraler Themen aus: Raum, Materialität, Prozess und die Frage, wie Kunst Eingriffe in Wahrnehmung und Umwelt erzeugt.

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