Untitled 26-YB0001

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Untitled 26-YB0001

Motu Christian Steyrl

Untitled 26-YB0001

2026

Aquarellfarbe auf Papier

H 29,7 x B 21 cm A4

€1.000,00
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Untitled 26‑YB0001 arbeitet mit einer klaren, wiederkehrenden Form: ein System aus übereinanderliegenden, offenen Linien, die sich zu einem ruhigen Rhythmus verdichten. Die blauen Schleifen wirken wie Spuren einer Bewegung, die festgehalten wurde, ohne ihre Leichtigkeit zu verlieren. Jede Form bleibt eigenständig, doch im Zusammenspiel entsteht eine Struktur, die zwischen Ordnung und freiem Gestus schwingt.

Die Transparenz der Farbe lässt die Ebenen miteinander kommunizieren. Überlagerungen erzeugen Tiefe, ohne den minimalen Charakter des Werks zu verlassen. Die Komposition bleibt offen, atmend, fast meditativ — ein stiller Dialog zwischen Wiederholung und Variation.

Dieses Werk zeigt die Essenz des Künstlers: die Reduktion auf Linie und Farbe, die Konzentration auf das Wesentliche, die Balance zwischen Kontrolle und Intuition. Es ist ein Bild, das nicht laut wird, sondern durch seine Ruhe Präsenz schafft.

Motu Christian Steyrl

Motu Christian Steyrl ist ein österreichischer Konzeptkünstler, dessen Werk seit den frühen 2000er‑Jahren eine eigenständige, experimentelle Position innerhalb der zeitgenössischen Kunst markiert. Unter dem Künstlernamen Motu entwickelt er ein vielschichtiges Œuvre, das Malerei, Skulptur, Installation, Video, Performance und architektonische Interventionen umfasst. Seine Projekte kreisen um Transformation, Spurensuche, Eingriff und das Sichtbarmachen verborgener Strukturen – häufig mit einer prägnanten, fast archäologischen Bildsprache.

Besonders bekannt ist seine fortlaufende Serie „motu is digging your world“, in der das Motiv des Grabens, Öffnens und Freilegens als künstlerische Handlung ins Zentrum rückt. Parallel dazu entstehen umfangreiche Werkgruppen wie „motuland“, „the achromatic tracks“, „gebiete“ oder zahlreiche konzeptuelle Maschinen, Readymades und Mixed‑Media‑Arbeiten. Motus Projekte bewegen sich zwischen poetischer Abstraktion und präziser konzeptueller Setzung; sie verbinden physische Aktion mit gedanklicher Kartografie.

Seit den 2000er‑Jahren präsentiert Motu seine Arbeiten in vielfältigen Formaten – von Ausstellungen über Aktionen bis hin zu ortsspezifischen Installationen. Sein Werk zeichnet sich durch eine konsequente Weiterentwicklung zentraler Themen aus: Raum, Materialität, Prozess und die Frage, wie Kunst Eingriffe in Wahrnehmung und Umwelt erzeugt.

Österreich

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